5.-24.09.2018; Ausstellung: „Massenerschießungen – der Fall Karl Pütz“

täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr präsentiert das Zentrum für Ostbelgische Geschichte im Triangel in Sankt Vith die AusstellungMassenerschießungen – der Fall Karl Pütz. Vom Jugendleiter in Eupen-Malmedy zum Massenmörder“

Die Ausstellung wurde von der „Topographie des Terrors“, Berlin und der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, Berlin, konzipiert und bisher nur in Berlin, Köln und Ludwigsburg gezeigt. In Sankt Vith und Eupen (16. bis 29. Oktober) finden Sie Erweiterungen zum regionalen Hintergrund.

Der Anlass

Karl Pütz, ein Aachener Jurist, war in den 1930er Jahren einer der wichtigsten nationalsozialistischen Propagandisten in Eupen-Malmedy. Dort baute er u.a. Vorläufergruppen der Hitlerjugend und des Bundes deutscher Mädel auf. Er versuchte, die Jugendlichen im nationalsozialistischen Sinne zu beeinflussen und sie als Anhänger dieser menschenverachtenden Ideologie zu gewinnen. Ab 1941 war er für die Massenerschießung von zehntausenden Menschen zuständig.

Die Ausstellung

Im Juni 1941 griffen das Deutsche Reich und seine Verbündeten die Sowjetunion an. Unter den 14 Millionen zivilen Opfern dieses Vernichtungskrieges waren über zwei Millionen Juden. Sie wurden vor allem bei Massenerschießungen ermordet oder in sogenannten Gaswagen erstickt. Für eine dargestellte Massenerschießung war Karl Pütz verantwortlich. Auf gleiche Weise verloren etwa 30.000 Roma und 17.000 Patienten psychiatrischer Anstalten ihr Leben. Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, Einheiten der Ordnungspolizei, der Wehrmacht und der Waffen-SS sowie einheimische Helfer verübten diesen Massenmord.

Die Ausstellung „Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941–1944” dokumentiert die Verbrechen und erinnert an die Opfer.

Weitere Informationen: BRF-Regionalnachrichten

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