{"id":1106,"date":"2013-06-09T12:41:24","date_gmt":"2013-06-09T10:41:24","guid":{"rendered":"http:\/\/geschichtsforumschleiden.de\/?p=1106"},"modified":"2017-06-28T07:38:00","modified_gmt":"2017-06-28T07:38:00","slug":"beruhmte-schleidener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gf-sle.de\/?p=1106","title":{"rendered":"Bedeutende Schleidener"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; Sleidanus? Sturmius? Sleidanusstra\u00dfe? Sturmiusstra\u00dfe? Was steckt dahinter? Klaus St\u00fcber hat zu den ber\u00fchmten Schleidenern einiges herausgefunden.\u00a0 <a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>*<\/sup><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Johannes Sleidanus<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher wurden die Menschen meist nur beim Vornamen genannt. Gab es mehrere gleiche Vornamen in den meist kleinen Orten, so kam h\u00e4ufig der Name des Vaters als Erkl\u00e4rung dazu. Beispiel: Jansen -&gt; der Sohn des Jan, Petersen -&gt; der Sohn des Peter. Oder der Beruf des Vaters spielte eine Rolle. Beispiel: Bauers Karl, Meiers Marie.<\/p>\n<div id=\"attachment_1108\" style=\"width: 231px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/sleidanus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1108\" class=\"size-full wp-image-1108\" alt=\"sleidanus\" src=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/sleidanus.jpg\" width=\"221\" height=\"267\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1108\" class=\"wp-caption-text\">Johannes Sleidanus, * 1506 in Schleiden; \u2020 31. Oktober 1556 in Stra\u00dfburg<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zog jemand als junger Mensch in die Ferne, in andere St\u00e4dte, so nannte er sich manchmal wie sein Heimatort. So geschah es auch mit Johannes Philippi (auch Philippsen genannt). Er wurde in Schleiden im Jahre 1506 geboren. Da damals aber unser heutiges St\u00e4dtchen Sleida hie\u00df, nannte er sich Sleidanus oder Sleidan. Er und sein Freund, Johannes Sturm, waren so begabte Sch\u00fcler, dass sie mit Sleidanus den Kindern vom Grafen Dietrich von Manderscheid-Schleiden durch t\u00fcchtige Lehrer guten Unterricht erhielten. Sp\u00e4ter lernten sie auch in L\u00fcttich (Belgien). Sleidanus studierte in K\u00f6ln und Paris und Orleans (Frankreich). Er wurde bald Dolmetscher f\u00fcr den franz\u00f6sischen K\u00f6nig. Mit gro\u00dfem Interesse schrieb Sleidanus die neue Lehre des Reformators Martin Luther auf und nahm im Jahre 1551 mit Melanchthon am wichtigen Konzil von Trient teil. <a href=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sleidanus-Erinnerung-b1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"Sleidanus-Erinnerung b\" src=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sleidanus-Erinnerung-b1-179x300.jpg\" width=\"118\" height=\"198\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sleidanus-Erinnerung1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"Sleidanus-Erinnerung\" src=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sleidanus-Erinnerung1-179x300.jpg\" width=\"118\" height=\"198\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten Jahre seines Lebens lebte Sleidanus in Stra\u00dfburg (am Rhein), wo \u201eder Mann aus Schleiden\u201c als bekannter Geschichtsschreiber die Reformationsgeschichte in 26 B\u00e4nden aufschrieb und herausgab. Da er mit fast allen wichtigen Personen der protestantischen Lehre im Briefwechsel stand, starb er im Jahre 1556 in Stra\u00dfburg als bekannteste Pers\u00f6nlichkeit des protestantischen Deutschlands. Die Stadt Schleiden hat sogar eine Stra\u00dfe nach Johannes Sleidanus benannt.<\/p>\n<h2>\u00a0Johannes Sturmius<\/h2>\n<div id=\"attachment_1107\" style=\"width: 242px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sturmius.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1107\" class=\"size-medium wp-image-1107 \" alt=\"Sturmius\" src=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sturmius-232x300.jpg\" width=\"232\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sturmius-232x300.jpg 232w, https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Sturmius.jpg 331w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1107\" class=\"wp-caption-text\">Johannes Sturmius &#8211; geb. 1. Oktober 1507 in Schleiden, gest. 3. M\u00e4rz 1589 in Stra\u00dfburg<\/p><\/div>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0Der Freund von Johannes Sleidanus wurde im Jahre 1507 ebenfalls in Schleiden geboren und wuchs unter dreizehn Geschwistern auf. Er hie\u00df zun\u00e4chst Johannes Sturm. Weil es aber damals auch vornehm war, den Familiennamen in lateinischer Sprache klingen zu lassen, also mit der Endung \u2013us, so nannte er sich nach der Schulzeit im Schleidener Schloss Sturmius. Er studierte in L\u00f6wen (Belgien), wo er eine Druckerei gr\u00fcndete. Dort ver\u00f6ffentlichte er Werke griechischer und lateinischer Schriftsteller. Von 1529 bis 1537 hielt er Vorlesungen in Paris und studierte noch Arzneiwissenschaften. In Stra\u00dfburg gr\u00fcndete Sturmius 1540 ein Gymnasium, das schnell so ber\u00fchmt wurde, dass Prinzen und F\u00fcrstens\u00f6hne aus ganz Europa dort lernen wollten. Wegen seiner Verdienste wurde Sturmius 1555 vom deutschen Kaiser <b>Sturmius<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">geadelt. Er versuchte st\u00e4ndig, zwischen den Lehrern der katholischen Lehre und denen der neuen protestantischen Lehre zu vermitteln. Dabei machte er sich so viele Feinde, dass er sogar aus seiner Schule, die er 45 Jahre geleitet hatte, vertrieben wurde. Sturmius k\u00fcmmerte sich sehr um die protestantischen Hugenotten. Viele von ihnen wurden aus Frankreich wegen ihres Glaubens vertrieben. Sturmius besorgte vielen in der Grafschaft Schleiden ein neues Zuhause. Heute noch gibt es im Schleidener Tal zahlreiche franz\u00f6sisch klingende Familiennamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch in Deutschland wurde er der bedeutendste P\u00e4dagoge des 16. Jahrhunderts. Aber auch an den H\u00f6fen in Frankreich, England und D\u00e4nemark war er ein wichtiger Ratgeber in Schulangelegenheiten. Am Ende seines Lebens erblindete Sturmius und im Jahre 1598 starb er mit 91 Jahren in Stra\u00dfburg. Die Stadt Schleiden hat die Sturmiusstra\u00dfe nach Johannes Sturmius benannt.<br \/>\n__________<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<address><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">*<\/a>\u00a0\u00a0 Zusammengestellt von Klaus St\u00fcber f\u00fcr den Sachunterricht der Grundschule in Schleiden, 2002<\/address>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; Sleidanus? Sturmius? Sleidanusstra\u00dfe? Sturmiusstra\u00dfe? Was steckt dahinter? 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