{"id":1638,"date":"2014-02-25T09:05:48","date_gmt":"2014-02-25T08:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/geschichtsforumschleiden.de\/?p=1638"},"modified":"2017-06-28T07:37:29","modified_gmt":"2017-06-28T07:37:29","slug":"jugendarbeit-anno-1915","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gf-sle.de\/?p=1638","title":{"rendered":"&quot;Jugendarbeit&quot; Anno 1915"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; eine anschauliche Schilderung, wie damals die Jugend f\u00fcr kriegerische T\u00e4tigkeiten &#8222;einge\u00fcbt&#8220; wurde.\u00a0<!--more--><\/p>\n<address>Aus dem Unterhaltungsblatt Schleiden vom 8. M\u00e4rz 1915 &#8211; gefunden von Klaus St\u00fcber<\/address>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHaltet aus im Sturmgebraus!\u201c So sangen unsere Jungen der Jugendkompanien Schleiden und Olef gestern oftmals auf dem Marsch nach Blankenheim; trotz des heftigen Sturmes und Schneewehens, das namentlich auf der H\u00f6he von Milzenh\u00e4uschen recht unangenehm wurde, hielten alle tapfer aus. Unterwegs wurde die Kompanie Schleiden-Olef mit der heutigen Aufgabe bekannt gemacht. Sie hatte sich des Eisenbahn\u00fcberganges bei Station Blankenheim-Wald zu bem\u00e4chtigen. Hinter Krekel setzte sich die Kolonne mit Marschsicherung in Bewegung. Patrouillen hatten das Vorgel\u00e4nde aufzukl\u00e4ren. Die Spitze von Blau (Schleiden) hatte schon bald eine feindliche Patrouille, die mit \u201eschweren Gesch\u00fctzen\u201c bewaffnet war, abgefangen. Ankommende Meldungen veranlassten im Hochwald von \u201cPeterholz\u201c die Entwicklung von Sch\u00fctzenlinien, die hier ein unebenes oder doch deckungsreiches Gel\u00e4nde vor sich hatten. Am Waldrand wurde wiederum eine strake Patrouille von Rot (Blankenheim) au\u00dfer Gefecht gesetzt. Beim Verlassen des sch\u00fctzenden Waldes erkannte man sofort, wie vorteilhaft die Kompanie Blankenheim (mit jungen Leuten aus Blankenheimerdorf, Blankenheim und Dollendorf) unter kundiger F\u00fchrung Gendarmerie-Wachtmeisters Wiegand, Blankenheimerdorf das Gel\u00e4nde am Bahnk\u00f6rper ausgenutzt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die rote Partei (Blankenheim) sollte den \u00dcbergang \u00fcber die Bahn verhindern; zu diesem Zwecke verteidigten 3 Kompaniez\u00fcge den Bahnhof und den Bahnk\u00f6rper bis hinter der neuen Provinzialstra\u00dfe, rote Kavallerie kl\u00e4rte im Walde vor dem Bahnhof auf, hatte aber das Ungl\u00fcck, gr\u00f6\u00dftenteils abgeschnitten und au\u00dfer Gefecht gesetzt zu werden. Hervorragend g\u00fcnstige Stellung hatte die rote Artillerie, die mit schweren Sch\u00fcssen die blauen Sch\u00fctzenlinien in der Flanke anfa\u00dfte. Im Ernstfalle w\u00fcrden hier wohl wenige Mann von den angreifenden Blauen \u00fcbriggeblieben sein; der Feind hatte die h\u00f6here Lage, ganz besonders f\u00fcr Artillerie, die gesch\u00fctzte und verdeckte Stellung hinter dem Bahndamm und am Bahnhof, w\u00e4hrend Blau schutzlos auf der Fl\u00e4che vormu\u00dfte. Hierbei zeigte es sich aber, wie jeder von den Angreifern bestrebt war, auch die kleinste Deckung auszunutzen. Als die blaue Reservetruppe zur Verst\u00e4rkung herankam, bliesen die Trompeten zum Sturm und die Trommeln wirbelten zum letzten Lauf. Im Hurra gings an den Bahndamm heran, wo \u201edas Ganze Halt!\u201c geblasen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Kritik am Bahnhof legten die Herren Wachtmeister Wiegand und Ober-Wachtmeister Schr\u00f6der noch einmal kurz die Gefechtslage klar. Herr Hauptmann Grass dankte der Kompanie Blankenheim f\u00fcr ihre bereitwillige Teilnahme an der \u00dcbung. Im nachfolgenden strammen Parademarsch, zu welchem das Trommler- und Pfeiferkorps der Blankenheimer Kompanie mit ihrem gedienten Tambourmajor schneidige Marschweisen lieferte, zeigte die jungen Soldaten alle, da\u00df bei keinem noch irgend etwas von Mattigkeit zu versp\u00fcren war. Mit den Abendz\u00fcgen 6 und 7 Uhr fuhren die beiden Kompanien heim, an ihren munteren Soldatenliedern merkte man es, da\u00df ihnen der Tag. Wenn auch st\u00fcrmisch und stramm, recht viel Freude gemacht hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; eine anschauliche Schilderung, wie damals die Jugend f\u00fcr kriegerische T\u00e4tigkeiten &#8222;einge\u00fcbt&#8220; wurde.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[56,55,60,57,43],"class_list":["post-1638","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erster_weltkrieg","tag-eifel","tag-geschichtsforum","tag-geschichtsforumschleiden","tag-geschichtsverein","tag-schleiden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1638"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1638\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2350,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1638\/revisions\/2350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}