{"id":2320,"date":"2015-05-06T08:03:50","date_gmt":"2015-05-06T08:03:50","guid":{"rendered":"http:\/\/gf-sle.de\/?p=2320"},"modified":"2017-06-28T07:36:54","modified_gmt":"2017-06-28T07:36:54","slug":"stolpersteine-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gf-sle.de\/?p=2320","title":{"rendered":"Stolpersteine 2015, ein Beitrag von F.A. Heinen"},"content":{"rendered":"<p>In mehrfacher Hinsicht unterschied sich die am Donnerstag, 23. April, in w\u00fcrdigem Rahmen in Gem\u00fcnd, Wolfgarten und Morsbach stattgefundene Verlegung <!--more-->weiterer Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer nationalsozialistischer Gewaltpolitik von fr\u00fcheren Veranstaltungen dieser Art.<\/p>\n<p>Erstmals wurden beispielsweise auch zwei Namenssteine nicht-j\u00fcdischer Opfer verlegt. Beim Auftakt der vom Gem\u00fcnder Arbeitskreis Stolpersteine vorbereiteten Gedenkveranstaltung vor der Alten Schule in Gem\u00fcnd begr\u00fc\u00dfte B\u00fcrgermeister Udo Meister die Teilnehmer, zu denen auch ein Projektkurs des St\u00e4dtischen Gymnasiums und der Realschule Schleiden mit den Lehrerinnen Heike Schumacher und Felicitas M\u00fcller geh\u00f6rten. Ein besonders herzliches Willkommen galt Hanna Zack, verheiratete Miley, und ihrem Mann George. Sie waren eigens fr\u00fcher als geplant aus den USA in die Eifel gekommen. Frau Miley war bereits beim Gem\u00fcnder Stadtjubil\u00e4um 2013 die Schirmherrin gewesen. Sie ist eine in Gem\u00fcnd geborene Holocaust-\u00dcberlebende, ihre Familie und Freunde starben in den T\u00f6tungsfabriken im Osten.<\/p>\n<p>Es handelte sich bereits um die dritte Verlegung von Erinnerungssteinen durch diesen Arbeitskreis. Nachdem erstmals beim Stadtjubil\u00e4um 2013 in Gem\u00fcnd diese Form des Gedenkens mit dem K\u00fcnstler Gunter Demnig praktiziert worden war, hatte der Arbeitskreis seine Forschungen nach den Schicksalen weiterer ehemaliger Gem\u00fcnder Juden intensiv fortgesetzt. Das f\u00fchrte 2014 zur zweiten Verlegung von Gedenksteinen. Zu der jetzigen dritten Verlegung von Stolpersteinen unter tatkr\u00e4ftiger Mithilfe der Stadt, insbesondere von Adreas Glodowski und dem Bauhof, die am Kunstforum an der Dreiborner Stra\u00dfe begann, waren wieder zahlreiche B\u00fcrger und Akteure aus der regionalen Gedenkszene gekommen. Zu ihnen gesellten sich auch einige Nachfahren und andere Verwandte der Opfer.<\/p>\n<p>F\u00fcr zehn der aus rassistischen Motiven heraus im Nationalsozialismus ermordeten j\u00fcdischen Opfer wurden durch den K\u00fcnstler Gunter Demnig in Gem\u00fcnd Gedenksteine verlegt: Neun an der Dreiborner Stra\u00dfe und einer in Mauel. Erstmals gedachte der Arbeitskreis auch zwei nicht-j\u00fcdischer Opfer. An der Dorflinde in Wolfgarten wurde f\u00fcr den aus K\u00f6ln in den Ort geflohenen angeblich homosexuellen und politisch oppositionellen Karl Bonaszewski ein Stein verlegt. An Maria Daniel aus Morsbach, ein Euthanasie-Opfer, erinnert nun ebenfalls ein Stein.<\/p>\n<p>Georg Toporowsky, Sprecher des veranstaltenden Arbeitskreises, verwies bei seiner Begr\u00fc\u00dfung darauf, dass heute, gerade 70 Jahre nach der Befreiung der Vernichtungs- und Konzentrationslager durch die Alliierten, schon wieder 60 Prozent aller Deutschen dazu neigten, einen \u201aSchlussstrich\u2018 unter diese d\u00fcstere Geschichte zu ziehen. Toporowsky stellte die vielzitierte These dagegen: \u201eOhne Auschwitz ist kein Deutschland m\u00f6glich. Das war viel mehr als ein geschichtliches Ereignis unter vielen. Das war einmalig.\u201c Dabei gehe es gar nicht um eine Schuldzuweisung. Die Stolpersteine sollen vielmehr dazu beitragen, dass die Geschichte der Opfer aus der Region nicht verdr\u00e4ngt w\u00fcrde. Es gehe darum, \u201ediese Opfer zur\u00fcckzuholen in unsere Mitte\u201c. Es sei besch\u00e4mend, wie wenig schon jetzt \u00fcber die Opfer \u00fcberhaupt noch in Erfahrung gebracht werden konnte: \u201eSie sind aus dem Ged\u00e4chtnis bereits getilgt.\u201c Es ist den intensiven Forschungen von Norbert Stoffers zu verdanken, dass dennoch so viele Detailinformationen insbesondere zu den j\u00fcdischen Opfern zutage kamen.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Udo Meister dankte vor allem der anwesenden Hanna Miley: \u201eSie, Hanna, geben uns die Kraft, auf dem gemeinsamen Weg der Vers\u00f6hnung voranzuschreiten.\u201c Die Stadt habe sich seit dem Jubil\u00e4um 2013 dem Thema gestellt. Der K\u00fcnstler Gunter Demnig berichtete, dass die Stolpersteine f\u00fcr ihn zun\u00e4chst eher \u201ereine Konzeptkunst\u201c gewesen seien. Nachdem er nun zwischen Norwegen und S\u00fcditalien mehr als 52.000 Stolpersteine verlegt habe und im September in Saloniki in Griechenland ebenfalls Steine verlegt werden, h\u00e4tten die Steine f\u00fcr ihn auch eine ganz andere Bedeutung gewonnen: \u201eStolpersteine sind auch eine Art Schlusssteine.\u201c<\/p>\n<p>Die nachfolgenden biografischen Angaben zu den Opfern, f\u00fcr die nun Stolpersteine verlegt wurden, fu\u00dfen auf den Forschungen des Arbeitskreises Stolpersteine Gem\u00fcnd, die Georg Toporowsky ausformulierte. Die Darstellungsweise soll keine Wertung der Opfer vornehmen, sondern klar aufzeigen, dass es im Nationalsozialismus viele h\u00f6chst unterschiedliche Opfergruppen gab: j\u00fcdische Opfer nationalsozialistischen Rassenwahns, Opfer im Rahmen des gnadenlosen Euthanasieprogramms ebenso wie Opfer im Rahmen der Verfolgung politisch Oppositioneller und Homosexueller. Es soll deutlich gemacht werden, dass buchst\u00e4blich jeder unter den Verfolgungsdruck des Regimes geraten konnte, der nicht in die nationalsozialistische Fiktion einer einheitlichen \u201aVolksgemeinschaft\u2018 passte. Nicht selten gab es auch F\u00e4lle wie den unten dargestellten Karl Bonaszewski, bei dem heute mangels eindeutiger Quellenlage \u00fcberhaupt nicht mehr abschlie\u00dfend ermittelt werden kann, weswegen genau er ins Visier des nationalsozialistischen Terrorapparates geriet: War er, wie die Familienlegende besagt, in der politischen Opposition aktiv und wurde deshalb verfolgt, oder hatte er gegen den im Nationalsozialismus noch einmal versch\u00e4rften, aber heute abgeschafften \u201aSchwulenparagraf\u2018 175 versto\u00dfen? Anhand der vorliegenden Quellen l\u00e4sst sich die Frage nicht abschlie\u00dfend beantworten. So oder so steht aber fest, dass Karl Bonaszewski ebenso wie das Euthanasieopfer Maria Daniel und die zehn j\u00fcdischen Opfer gleicherma\u00dfen zu Opfern nationalsozialistischer Gewaltpolitik wurden.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcdische Opfer:<\/strong> F\u00fcr insgesamt zehn j\u00fcdische Opfer aus Gem\u00fcnd wurden zun\u00e4chst Stolpersteine verlegt. Sie wurden aus rassistischen Gr\u00fcnden verfolgt und ermordet. Es handelte sich dabei im Einzelnen um <strong>Hedwig Br\u00fcck, <\/strong>geb. in Gem\u00fcnd-Mauel am 17 Mai 1892 als Tochter der Maueler Unternehmerfamilie Alois Br\u00fcck und Eleonore L\u00f6wenthal. Die Br\u00fccks betrieben eine Fabrik in Mauel. Eine Schwester Hedwig Br\u00fccks war Emma Br\u00fcck (geb. 10. Juli 1894 in Mauel, verst. ca. 1937 in Berlin). Am Beispiel von Hedwig Br\u00fcck zeigt sich exemplarisch, in welchem Ausma\u00df die ehemals mitten in der lokalen Gesellschaft etablierten Gem\u00fcnder Juden bereits dem Vergessen anheimgefallen sind. Zwar liegt dem Arbeitskreis die Geburtsurkunde vor, aber die damalige Hausnummer bzw. Stra\u00dfe in Mauel waren nicht mehr zu ermitteln. Hedwig Br\u00fcck ist laut dem Gedenkbuch \u201eOpfer der Verfolgung der Juden 1933 \u2013 1945\u201c im Bundesarchiv Koblenz \u201everschollen, Auschwitz\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Auch die Gem\u00fcnder <strong>Familie Haas, <\/strong>zuletzt wohnhaft Dreiborner Str., heute Nr. 13 (Haus G\u00f6rres), davor wohnhaft in Schleiden, Blumenthaler Str.. <strong>Josef (Joseph) Haas<\/strong> (geb. 19. M\u00e4rz 1882 in Schleiden) war ein Sohn von David Haas und Henriette, geb. Bock. Die Familie betrieb eine Viehhandlung, Josef war ein Zwillingsbruder von Leo Haas, ermordet wurde er im heutigen wei\u00dfrussischen Gebiet.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ein weiteres Opfer aus Gem\u00fcnd war <strong>Else Paula <\/strong>(Sara<strong>) Haas,<\/strong> geb. Meyer (oder Meier, geb. am 28. Februar 1898 in Gem\u00fcnd als Tochter von Levy und Eva Meyer geb. Appel. Nach Inhaftierung in Niederbardenberg und Bardenberg\/ Zwangsarbeitslager wurde sie 1942 zun\u00e4chst nach Theresienstadt deportiert, dann nach Minsk und ermordet in Maly Trostinec\/T\u00f6tungsst\u00e4tte.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p><strong>Doris Haas<\/strong> (geb.10. M\u00e4rz 1922 in Gem\u00fcnd) wurde ebenfalls inhaftiert zun\u00e4chst<\/p>\n<p>in Bardenberg\/Zwangsarbeitslager und ab K\u00f6ln am 20. Juli.1942 zun\u00e4chst nach Theresienstadt und von dort weiter nach Minsk zur T\u00f6tung in Maly Trostinec verschleppt.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> <strong>Edith Haas<\/strong> (geb. am 20. Mai 1927 in Gem\u00fcnd) wurde wie ihre restliche Familie erst nach Bardenberg und dann \u00fcber K\u00f6ln am 20. Juli 1942 nach Minsk verschleppt und in Maly Trostinec ermordet.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> An Josef, Else, Doris und Edith Haas erinnern nun Stolpersteine an der Dreiborner Stra\u00dfe 13.<\/p>\n<p>Auch die j\u00fcdische Familie Scheyer war in Gem\u00fcnd fest verankert. Es handelte sich um den Vater <strong>Jacob Scheyer<\/strong>, seine zweite Ehefrau <strong>Johanna Scheyer<\/strong>, geborene Berlin (geb. am 5. April 1856 in Meckenheim, gest. am 4. Mai.1942), zuletzt wohnhaft im Haus Dreiborner Str. 172, heute 27. Beide sind auf dem j\u00fcdischen Friedhof in Gem\u00fcnd begraben, Johanna Scheyer war die Letzte, die auf diesem Friedhof beerdigt wurde. Kinder der Familie Scheyer waren <strong>Emilie (Ella) verh. Zack geb. Scheyer<\/strong> (geb. 10. Mai 1892 in Gem\u00fcnd, wohnhaft K\u00f6ln und zuletzt in Hameln ?).<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> <strong>Leo (Levy<\/strong> geb. 16. Februar 1885 in Gem\u00fcnd, gest. in Dortmund bei einem Bombenangriff.) Weiteres nicht bekannt. <strong>Ida Daniel, geb. Scheyer<\/strong> (geb. 1. Oktober 1880 in Gem\u00fcnd, Heirat am 4. Juni 1909 mit Michael Daniel aus Drove, Religionslehrer). Wohnorte waren neben Gem\u00fcnd auch Schlochau (Westpreu\u00dfen) und Euskirchen. Deportierung \u00fcber Koblenz-K\u00f6ln-D\u00fcsseldorf am 15. Juni 1942 nach Sobibor ins Vernichtungslager. Ihre Eltern waren Jacob und Sibille Scheyer, geb. Wolff.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Ida selbst wurde mit ihrem Ehemann im Holocaust ermordet: Nach der Deportation am 13. Juni 1942 nach Theresienstadt starb sie schlie\u00dflich nach Angaben der Tochter in Auschwitz.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Das Beispiel von Ida verweist exemplarisch auf die Problematik des Vergessen-Werdens als Folge des Genozids. Die vorhandenen Spuren und Quellen wurden von den T\u00e4tern verwischt und vernichtet. Buchst\u00e4blich nichts mehr sollte schlie\u00dflich an die ehemalige j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung und die weiteren Opfer erinnern. Das weitgehend spurlose Verschwinden der Opfer vollzog sich in den vergangenen Jahrzehnten jedoch nicht nur an den Tatorten, sondern auch in den Heimatgemeinden. Auch hier sorgte die Zeit daf\u00fcr, dass selbst so wesentliche Angaben wie die genauen Wohnsitze in Einzelf\u00e4llen kaum noch zu ermitteln waren.<\/p>\n<p>Weitere Angeh\u00f6riger der Familie Scheyer waren <strong>Siegmund Scheyer<\/strong> (geb. 9. August 1886 in Gem\u00fcnd, gest. 29. M\u00e4rz 1964 in Dortmund)<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> und <strong>Theresia<\/strong> (geb. 24. Oktober 1882 in Gem\u00fcnd), verh. am 14. Februar 1908 mit dem Metzgermeister Adolf Mayer und sp\u00e4ter mit Max Gr\u00fcneberg.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Auch drei Angeh\u00f6rige der Gem\u00fcnder Familie Kaufmann wurden im Holocaust ermordet: <strong>Julius Kaufmann<\/strong> (geb.12. Februar 1915 in Gem\u00fcnd), wohnhaft in Gem\u00fcnd, Emigration nach Frankreich. In der deutschen Besatzungszeit ab Drancy am 2. September.1942 deportiert nach Auschwitz ins Vernichtungslager. Zu seiner Zwillingsschwester <strong>Ruth Kaufmann<\/strong> (geb. 13. Februar 1915 in Gem\u00fcnd) findet sich kein Eintrag im Bundesgedenkbuch. <strong>Leopold Kaufmann<\/strong> (geb. 20. Februar 1918 in Gem\u00fcnd), wohnhaft in Gem\u00fcnd, gelang zun\u00e4chst die Emigration nach Frankreich 1940, ab Drancy am 26. August 1942 Deportation nach Auschwitz ins Vernichtungslager.<\/p>\n<p><strong>Nichtj\u00fcdische Opfer:<\/strong>\u00a0 <strong>Karl Bonaszewski<\/strong> wurde am 31. Juli 1913 in K\u00f6ln-Ehrenfeld geboren. <a href=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Bonaszewski.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2324\" src=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Bonaszewski.jpg\" alt=\"_Bonaszewski\" width=\"137\" height=\"182\" \/><\/a>Er blieb ledig, arbeitete zeitweilig als Etuimacher, musste sich aber auch immer wieder arbeitslos melden. In den 30er Jahren war er nach Auskunft der Familie Mitglied in der KPD, sogar im Vorstand der kommunistischen Jugend. Dokumentiert ist lediglich seine Leidenszeit in verschiedenen Gef\u00e4ngnissen und Konzentrationslagern. Aus dieser Zeit stammen auch einige Briefe Karls, die der Familie erhalten sind.<\/p>\n<p>Sein Schwager fand nach langer Arbeitslosigkeit im April 1936 eine Arbeit als Kammergehilfe in Vogelsang. Diesem gelang es dann auch, Karl Bonaszewski Ende der 30er Jahre eine Stelle vermutlich bei einem Landwirt in der Gegend zu vermitteln. Warum Karl Bonaszewski von K\u00f6ln ausgerechnet nach Wolfgarten zog, wo er bei seiner Schwester und deren Mann in der Dorfstra\u00dfe 17 wohnte, wissen wir nicht. War er wegen seiner politischen oppositionellen Aktivit\u00e4ten ins Blickfeld der Nationalsozialisten geraten oder war er vielleicht in K\u00f6ln wegen homosexueller Neigungen ins Visier der H\u00e4scher geraten? Oder dienten angebliche sexuelle Verfehlungen im sp\u00e4teren Prozess nur als Vorwand, um einen Oppositionellen auf scheinlegale Weise kaltzustellen? Wir wissen es ebenso wenig wie vieles andere aus seinem Leben in Freiheit.<\/p>\n<p>Fest steht lediglich, dass Karl Bonaszewski 1939 verhaftet und am 9. August des Jahres wegen \u201ahomosexueller Unzucht\u2018 zu vier Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt wurde.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Am 11. M\u00e4rz 1942 wurde er als H\u00e4ftling vom Gef\u00e4ngnis Koblenz zum Gef\u00e4ngnis Siegburg und am 23. April 1942 zum Polizeigef\u00e4ngnis Aachen \u00fcberf\u00fchrt. Nachdem er seine Strafe wegen seiner Homosexualit\u00e4t verb\u00fc\u00dft hatte, wurde er jedoch nicht in Freiheit entlassen, sondern zur weiteren \u201aBehandlung\u2018 der Polizei \u00fcbergeben. Auf Anweisung der Kriminalpolizei Aachen wurde der damals 29-J\u00e4hrige am 7. Juni 1943 zur Zwangsarbeit als Hilfsarbeiter in das KZ Natzweiler, Au\u00dfenlager Oberehnheim, heute Obernai im Elsass, gebracht, wo er mit der Kennzeichnung \u00a7175 als H\u00e4ftling Nr. 3981 gef\u00fchrt wurde.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Im KZ Natzweiler wurde 1944 eine Karteikarte von ihm f\u00fcr das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt in Berlin erstellt, das mit Hilfe von IBM-Computern versuchte, den Arbeitseinsatz der KZ-H\u00e4ftlinge zu optimieren. Auf dieser Karte war allerdings nicht mehr sein Name vermerkt: Der Mensch Karl Bonaszewski war zur blo\u00dfen Nummer reduziert. Vermutlich weil die alliierten Truppen heranr\u00fcckten, kam er am 25. oder 30. September 1944 in das KZ Dachau, wo er ebenfalls als Homosexueller eingestuft wurde und die Nr. 112.475 erhielt. Bereits am 22. Oktober 1944 f\u00fchrte sein Leidensweg weiter in das KZ Neuengamme bei Hamburg, wo er wieder schwere Zwangsarbeit als Hilfsarbeiter leisten musste und nun die Nr. 61.723 erhielt. Juden, Homosexuelle sowie Roma und Sinti waren die H\u00e4ftlinge, die am h\u00e4ufigsten und schwersten unter den Martern und Schl\u00e4gen der SS und Capos zu leiden hatten.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Im April 1945 n\u00e4herten sich die Alliierten Norddeutschland. Nun hatte SS-Chef Heinrich Himmler den Befehl erteilt, dass die KZ-H\u00e4ftlinge beim milit\u00e4rischen R\u00fcckzug nicht zur\u00fcckgelassen werden d\u00fcrften. Das Hauptlager des KZ Neuengamme wurde von der SS \u201aevakuiert\u2018. Der Begriff \u201aEvakuierung\u2018 in der Sprache der Handlanger der Vernichtungspolitik des Regimes war vielfach gleichbedeutend mit der T\u00f6tung.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Die 9.000 Insassen des KZ Neuengamme wurden am 20. April 1945 zu Fu\u00df in \u201aTodesm\u00e4rschen\u2018, bei denen zahllose Opfer zu beklagen waren, oder in G\u00fcterwagen zu den L\u00fcbecker H\u00e4fen gebracht. Dort beschlagnahmte der Gauleiter von Hamburg, Karl Kaufmann, Schiffe, die mit \u00fcber 9000 H\u00e4ftlingen beladen wurden. Zusammengedr\u00e4ngt in den Lader\u00e4umen litten die H\u00e4ftlinge an Hunger, Durst und Krankheiten, viele starben. Gefangene, die sich bei einem Ausbruchversuch an Land retten konnten, wurden dort vielfach von SS- und Volkssturm-Angeh\u00f6rigen erschossen. Bei einem britischen Luftangriff am 3. Mai 1945, der m\u00f6gliche Absetzbewegungen deutscher Truppenteile \u00fcber die Ostsee verhindern sollte, gerieten zwei der Schiffe in Brand: die \u201aCap Arcona\u2018 und die \u201aThielbek\u2018. Nahezu 7000 H\u00e4ftlinge aus dem KZ Neuengamme verbrannten bei der Katastrophe, sie ertranken oder wurden beim Versuch, sich zu retten, erschossen. Nur 450 \u00fcberlebten. Die Toten wurden an den Str\u00e4nden der Ostsee beiderseits der sp\u00e4teren Zonengrenze angeschwemmt und bestattet.<\/p>\n<p>Sehr wahrscheinlich kam auch Karl Bonaszewski auf einem der Schiffe um. Der Tageszeitung \u201aL\u00fcbecker Freie Presse\u2018 vom 26. Mai 1954 war zu entnehmen, dass bei der Verlegung des KZ-Friedhofs Sierksdorf an der Ostsee eine Erkennungsmarke mit Bonaszewskis H\u00e4ftlingsnummer 61.723 gefunden worden war. Bei den dort beigesetzten Personen handelte es sich um Opfer, die bei dem Angriff am 3. Mai 1945 auf die Schiffe \u201eCap Arcona\u201c und \u201eThielbek\u201c get\u00f6tet und angeschwemmt wurden.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p><strong>Maria Daniel <\/strong>wurde am 19. Februar 1914 als Tochter christlicher Eltern geboren, sie wohnte an der Dorfstra\u00dfe in Morsbach bei ihrer Familie und half ihrem Vater bei dessen Handelsgesch\u00e4ften in Gem\u00fcnd und Umgebung. Die junge Frau war geistig behindert, was am 20. Mai 1941 dazu f\u00fchrte, dass sie in ein Pflegeheim nach Andernach eingewiesen wurde. Der Anlass f\u00fcr die Einweisung ist nicht bekannt. Wenige Wochen nach ihrer Einweisung nach Andernach, am 20. Juni 1941, wurde Maria Daniel nach Hadamar verlegt und dort noch am selben Tag im Rahmen der sogenannten \u201aT4-Aktion\u2018 ermordet. Das war eine Mordkampagne, der zahllose behinderte Menschen zum Opfer fielen. Kaschiert wurden die Morde als angebliches \u201aEuthanasieprogramm\u2018.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Die Entscheidung, wer get\u00f6tet wurde, fiel durch \u00e4rztliche Gutachtern. H\u00e4ufig soll nach Aktenlage entschieden worden sein. Einer ersten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kinder-Euthanasie\">Kinder-Euthanasie<\/a> im Jahre 1939 folgte die Erwachsenen-Euthanasie, in der nach Sch\u00e4tzungen rund 70.000 Bewohner von Heil- und Pflegeanstalten in sechs entsprechenden Einrichtungen get\u00f6tet wurden. Die Opfer wurden h\u00e4ufig in Zwischenanstalten transportiert, um das weitere Schicksal der Patienten zu verschleiern. Aus dem gleichen Grund wurde den Kostentr\u00e4gern Rechnungen \u00fcber Wochen und Monate ausgestellt, obwohl die Patienten in Wahrheit kurz nach der Ankunft get\u00f6tet wurden. Die Angeh\u00f6rigen wurden bis zum Schluss hinsichtlich des wahren Schicksals get\u00e4uscht. In Hadamar, wo auch Maria Daniel ermordet wurde, wurden 1941 insgesamt 10.122 Menschen in der Gaskammer ermordet, im Rahmen einer nachfolgenden zweiten Mordphase weitere 4.411 Opfer. Nach Protesten aus Kirchenkreisen und der Angst vor Unruhe in der Bev\u00f6lkerung sowie angesichts des erfolgten Angriffs im Osten ordnete Hitler am 24. August 1941 das Ende dieser Morde an. In kleinerem Rahmen wurden sie jedoch fortgesetzt.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><br \/>\n_____________<br \/>\n<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Laut Einwohnerliste j\u00fcdischer B\u00fcrger in Gem\u00fcnd: gestorben in Theresienstadt. Randvermerk zur Geburtsurkunde: gestorben am 8. Mai 1945, festgestellt durch Entscheidung des Amtsgerichts Sch\u00f6neberg in Berlin am 22.01.1953. Beurkundet beim Standesamt I in Berlin im Buch f\u00fcr Todeserkl\u00e4rungen Nr. 12982\/1953. Laut Bundesgedenkbuch wohnhaft in Berlin, Deportierungsziel ab Berlin 19.02.1943 nach Auschwitz, Vernichtungslager.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Laut Bundesgedenkbuch war Inhaftierungsort zun\u00e4chst das Zwangsarbeitslager Bardenberg, zuletzt wohnhaft in K\u00f6ln, ab K\u00f6ln 20. Juli 1942 nach Minsk, Maly Trostinec\/T\u00f6tungsst\u00e4tte; nach anderer Info: Zun\u00e4chst Deportation nach Theresienstadt, 1942, Minsk \u2013 f\u00fcr tot erkl\u00e4rt am 8.Mai 1945 durch AG K\u00f6ln. Er hatte am 25.Mai 1924 in Gem\u00fcnd geheiratet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> F\u00fcr tot erkl\u00e4rt am 8. Mai1945 durch AG K\u00f6ln. Sie hatte zwei T\u00f6chter.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> F\u00fcr tot erkl\u00e4rt am 8. Mai 1945.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Nach anderen Angaben: Deportation nach Theresienstadt, 1942 Minsk und f\u00fcr tot erkl\u00e4rt am 8. Mai1945.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Ab K\u00f6ln am 11. September 1942 deportiert. Tod am 21. Oktober 1942 in Theresienstadt, Ghetto. Ihre Mutter war nach einer Einwohnerliste Sibille Wolff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ihre Mutter war demnach nicht Johanna Scheyer.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Nach einer Angabe der Stadt Euskirchen unter Berufung auf das Gedenkbuch des Bundesarchivs Koblenz: Am 15. Juni1942 von Koblenz \u00fcber K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf nach Sobibor deportiert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Auch hier gilt: Die Eltern waren Jacob und Sibille Scheyer geb. Wolff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Eltern waren Jacob und Sibille Scheyer, geb. Wolff, die Mutter demnach nicht Johanna Scheyer. Gemeinsam mit dem Ehemann Max Gr\u00fcneberg am 30. April 1942 von Dortmund-S\u00fcd nach Zamosc deportiert. Kein Hinweis im Bundesgedenkbuch zu Theresia. <strong>Lisette<\/strong>, geb. 26. Juni 1878 in Gem\u00fcnd.<br \/>\nSie war verheiratet mit Magnus von der Zyl. <strong>Adelheid Scheyer<\/strong>, (geb. 9. M\u00e4rz.1890 in Gem\u00fcnd). Auch hier gilt zur Mutter: Sibille Scheyer geb. Wolff; nicht Johanna Scheyer geb. Berlin. In einer Liste \u201eJ\u00fcdische B\u00fcrger von Gem\u00fcnd\u201c werden noch weitere Kinder von Jacob und Sibille Scheyer, geb. Wolff genannt: <strong>Jeannette Scheyer<\/strong> (geb. am 11.Dezember.1875 in Gem\u00fcnd, gest. am 29. Januar 1893, <strong>David Scheyer<\/strong> (geb. am 12. Juli 1877 in Gem\u00fcnd). Weiteres nicht bekannt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Die Gerichtsakten sind verschollen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Mit dem Erlass zur \u201evorbeugenden Verbrechensbek\u00e4mpfung\u201c vom 14. Dezember 1937 wurde es m\u00f6glich, als \u201ahomosexuell\u2018 verurteilte M\u00e4nner nach ihrer Entlassung aus der Haft der \u00dcberwachung durch die Kriminalpolizei zu unterstellen oder sie als \u201apolizeiliche Vorbeugungsh\u00e4ftlinge\u2018 in ein Konzentrationslager einzuliefern. 1940 wurden die Bestimmungen erneut versch\u00e4rft: Alle M\u00e4nner, die verurteilt worden waren und mit mehr als einem Partner Kontakt gehabt hatten, sollten nach Verb\u00fc\u00dfung ihrer Strafe in ein Konzentrationslager \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Die Gruppe der homosexuellen H\u00e4ftlinge hatte im Vergleich zu anderen H\u00e4ftlingen geringere \u00dcberlebenschancen, da sie besonders den Misshandlungen der Wachmannschaften, aber auch den Vorurteilen vieler Mitgefangener ausgesetzt waren und den h\u00e4rtesten Arbeitskommandos zugeteilt wurden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Der Begriff \u201aEvakuierung\u2018 war im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Umsiedlungspolitik der ersten Kriegsjahre entstanden und hatte sich dann verselbstst\u00e4ndigt. Ein gro\u00dfer Teil der deutschst\u00e4mmigen R\u00fcckwanderer aus Ost- und S\u00fcdosteuropa sollte im neu entstandenen deutschen \u201aWarthegau\u2018 angesiedelt werden, der nach der Besetzung Polens durch die Wehrmacht 1939 im Rahmen der Neugliederung des Landes gebildet worden war. Um die Umsiedler dort ansiedeln zu k\u00f6nnen, wurden H\u00f6fe und H\u00e4user von Juden beschlagnahmt und die Bewohner vertrieben oder ins neue Generalgouvernement \u201aevakuiert\u2018. Dabei wirkten auch viele M\u00e4nner der NS-Ordensburgen mit.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Mit der jetzt erfolgten Stolperstein-Verlegung wollten die Teilnehmer laut Georg Toporosky besonders an Karl Bonaszewski erinnern, zugleich aber ein Zeichen setzen, dass sie es nicht akzeptieren, wenn heute Menschen wegen ihrer Homosexualit\u00e4t verspottet, angefeindet, verfolgt oder sogar umgebracht werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Diesem Verbrechen fielen ab 1940 abertausende Menschen zum Opfer. \u00dcberwiegend handelte es sich um Menschen mit geistigen und k\u00f6rperlichen Behinderungen, aber betroffen waren auch \u201asozial oder rassisch Unerw\u00fcnschte\u2018. Begr\u00fcndet wurde das scheinwissenschaftlich mit Argumenten einer menschenfeindlichen \u201aRassenhygiene\u2018. Es ging in der Sprache der Nationalsozialisten um die \u201aVernichtung lebensunwerten Lebens\u2018. Vorgeschoben wurden auch materielle Gr\u00fcnde, etwa angeblich untragbar hohe Heim- und Pflegekosten. Die Durchf\u00fchrung der Ermordungen wurde von Hitler 1939 angeordnet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Die Nachkriegs-Justiz scheiterte weitgehend beim Versuch, die Verbrechen aufzukl\u00e4ren und sie zu ahnden. Nur wenige T\u00e4ter im Euthanasieprogramm wurden rechtskr\u00e4ftig verurteilt.<\/p>\n<p>Anh\u00e4nge: <a href=\"http:\/\/db.gf-sle.de\/1211%20Stolpersteine.pdf\" target=\"_blank\">Beitrag als pdf-Datei <\/a>&#8211; Fotografien und historische Dokumente: <strong>ngg_shortcode_0_placeholder<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In mehrfacher Hinsicht unterschied sich die am Donnerstag, 23. 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