{"id":5623,"date":"2020-01-12T12:13:58","date_gmt":"2020-01-12T12:13:58","guid":{"rendered":"http:\/\/gf-sle.de\/?p=5623"},"modified":"2020-02-13T12:31:01","modified_gmt":"2020-02-13T12:31:01","slug":"11-02-2020-vortrag-explosionskatastrophe-espagit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gf-sle.de\/?p=5623","title":{"rendered":"11.02.2020, Vortrag: Explosionskatastrophe \u201eEspagit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Im voll besetzten Gemeindehaus referierte F.A. Heinen \u00fcber die Espagit und die Explosion des Werkes vor nunmehr 100 Jahren.<!--more-->Gebannt verfolgten gut einhundert Zuh\u00f6rer den spannenden Bildervortrag zur Geschichte des Werkes, der Explosionskatastrophe und den damit verbundenen verheerenden Umweltsch\u00e4den.<\/p>\n<div id=\"attachment_5624\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5624\" class=\"wp-image-5624 size-medium\" src=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Teilbereich-des-Werkes-nach-den-Explosionen.-Bild-Friese-Selbst\u00e4dt-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Teilbereich-des-Werkes-nach-den-Explosionen.-Bild-Friese-Selbst\u00e4dt-300x198.jpg 300w, https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Teilbereich-des-Werkes-nach-den-Explosionen.-Bild-Friese-Selbst\u00e4dt-768x506.jpg 768w, https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Teilbereich-des-Werkes-nach-den-Explosionen.-Bild-Friese-Selbst\u00e4dt-1024x675.jpg 1024w, https:\/\/gf-sle.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Teilbereich-des-Werkes-nach-den-Explosionen.-Bild-Friese-Selbst\u00e4dt.jpg 1709w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-5624\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Teilbereich des Werkes nach den Explosionen. <br \/>Bild Friese-Selbst\u00e4dt<\/span><\/p><\/div>\n<p>1914 zuerst als Sprengstofffabrik f\u00fcr zivile Sprengstoffproduktion genehmigt wurde schon kurz nach der Er\u00f6ffnung im Januar 1915 in gro\u00dfem stiel Sprengstoff f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie hergestellt. Zeitweise arbeiteten mehr als 2000 Arbeiterinnen und Arbeiter unter z.T. unw\u00fcrdigen Bedingungen in der Fabrik. Bis Kriegsende 1918 wurden u.a. tausende Tonnen TNT produziert und \u00fcber vier Millionen Granaten mit Sprengstoff gef\u00fcllt. Dabei wurde weder auf Menschen noch Umwelt R\u00fccksicht genommen. So wurden beispielsweise 17.500 Tonnen der bei der TNT-Produktion entstehenden Abfalls\u00e4ure in die Umgebung entsorgt. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrig wurde die Produktion eingestellt und die Espagit im Auftrag der Alliierten mit der Vernichtung von Wehrmachtsgranaten beauftragt. Die zur Vernichtung bestimmten Granaten wurden G\u00fcterzugweise angeliefert und \u2013 wegen der begrenzten Kapazit\u00e4t des Werkes \u2013 zwischengelagert. Darunter auch tausende Giftgasgranaten.<br \/>\nIm Mai 1920 kam es dann zur Explosionskatastrophe. Zigtausende Granaten ohne Z\u00fcnder, Sprengstoffreste und giftige Chemikalien wurden in weitem Umkreis verstreut. Das Werk wurde v\u00f6llig zerst\u00f6rt und zur\u00fcck blieb eine Industrieruine und ein hochgradig mit giftigen Chemikalien und Kampfstoffr\u00fcckst\u00e4nden verseuchtes Gebiet. Erst Ende der 1980er Jahre wurde das Gel\u00e4nde aufwendig saniert. Das bedeutet nicht, dass alles Gift enfernt werden konnte. Die kontaminierten Bereiche sind abgedeckt und abgesperrt, das austretende Wasser wird gesammelt und gereinigt. Offen bleibt die Frage ob und inwieweit die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr nachfolgende Generationen ausreichend Sicherheit bieten. Herzlichen Dank an den Referenten f\u00fcr den hervorragenden Vortrag.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: right;\">Eine Veranstaltung des Geschichtsforums Schleiden e.V. in Zusammenarbeit<br \/>\nmit der Ev. Trinitatis Kirchengemeinde Schleidener Tal und dem Netzwerk an Urft und Olef<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im voll besetzten Gemeindehaus referierte F.A. 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