{"id":7982,"date":"2023-04-24T12:24:08","date_gmt":"2023-04-24T12:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/gf-sle.de\/?p=7982"},"modified":"2023-04-24T12:44:47","modified_gmt":"2023-04-24T12:44:47","slug":"22-04-2023-exkursion-nach-st-vith","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gf-sle.de\/?p=7982","title":{"rendered":"22.04.2023: Exkursion nach St. Vith"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;Von der Stadt beeindruckt, vom Empfang \u00fcberw\u00e4ltigt.<!--more--><\/p>\n<p>Am vergangenen Samstag besuchten Mitglieder des Geschichtsforums unseren Nachbarverein, den K\u00f6niglichen Geschichtsverein Zwischen Venn und Schneifel. In dessen Museum in St. Vith wartete Klaus-Dieter Klauser, Ehrenpr\u00e4sident dieses Vereins, auf uns. Herr Klauser empfing uns als G\u00e4ste und f\u00fchrte uns dann durch die Stadt. Schon direkt vor dem Haus, einem ehemaligen Bahngeb\u00e4ude, gewannen wir einen Eindruck davon, wie sehr die Stadt im ausgehenden 19. und beginnenden 20 Jahrhundert von der Eisenbahn gepr\u00e4gt war. 1000 Bahn-Besch\u00e4ftigte (mit sicheren Einkommen) trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung der vorher eher abseits gelegenen Stadt bei. Mit nicht weniger als 26 Geleisen, die wir mit den zugeh\u00f6rigen Lok-Schuppen sp\u00e4ter im Museum auch im Modell sahen, nahm dieser Wirtschaftszweig wahrlich gro\u00dfen Raum ein.<\/p>\n<p>Doch schon die ersten Schritte in die Stadt lenkten dann das Augenmerk auf schlechtere Zeiten. Eine H\u00e4userzeile aus den 1950er Jahren war dort entstanden, wo fr\u00fcher die Stadtmauer verlief, ein erster Hinweis auf das Schicksal der kleinen Stadt w\u00e4hrend des 2. Weltkriegs. Dieser Eindruck wurde vertieft, als wir uns dem B\u00fcchelturm n\u00e4herten, einem der ganz wenigen Geb\u00e4uden, die den Krieg einigerma\u00dfen \u00fcberstanden haben. Als uns Herr Klauser dann zu den Infotafeln mit den Bildern aus dieser Zeit f\u00fchrte, blieb manchem fast der Atem stehen: Das Foto der Stadt vom 2. Weihnachtstag 1944 wird in Erinnerung bleiben: Wie eine Mondlandschaft, von Kratern \u00fcbers\u00e4t, ein paar Ruinen entlang der kaum noch erkennbaren Stra\u00dfenz\u00fcge. Die Alliierten hatten die Stadt, nachdem sie erneut von den Deutschen Truppen besetzt worden war, total in Schutt und Asche gelegt. Obwohl die Bev\u00f6lkerung teilweise evakuiert worden war, gab es riesige Verluste in der Zivilbev\u00f6lkerung und bei den&nbsp;&nbsp; Milit\u00e4r-Angeh\u00f6rigen. Dass man um so mehr die Wiederaufbauleistungen unter den widrigen Bedingungen mit den damals zur Verf\u00fcgung stehenden Materialien hervorheben sollte, versteht sich von selbst.<\/p>\n<p>Nach einem Besuch in der katholischen Pfarrkirche, dem namensgebenden Stadtpatron St. Vitus geweiht, daher auch Wallfahrtskirche, zeigte uns Herr Klauser noch eine aktuelle Ausgrabungsst\u00e4tte. Im Rahmen von Bauarbeiten war man auf das Burghaus der Stadt gesto\u00dfen \u2013 eine Entdeckung, die man zumindest in diesem Ausma\u00df in keiner Weise erwartet hatte. Die m\u00e4chtigen Grundmauern sind erst teilweise freigelegt. Die arch\u00e4ologischen Arbeiten stecken noch im Anfangsstadium, wir werden von nun an mit Interesse verfolgen, was man dort noch finden wird.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Museum ging es dann in die einzelnen R\u00e4ume des Hauses. Von der Keltenzeit bis zur Gegenwart ist dort eine chronologische Abfolge der einzelnen Epochen zu sehen. Je nach eigenem Interesse blieben die \u201eSchleidener\u201c in dem ein oder anderen Raum h\u00e4ngen. Man k\u00f6nnte in den auch sehr besucherfreundlich aufgebauten Ausstellungen tagelang verweilen; aber unsere Gastgeber (und der Begriff passt hier ausgezeichnet) luden noch zu Kaffee und Kuchen und einem freundlichen \u201eFachsimpeln\u201c ein. Wir waren auch von der Herzlichkeit des Miteinander \u00fcberw\u00e4ltigt und m\u00f6chten auch an dieser Stelle nochmals danken.<\/p>\n<p>Zu den R\u00e4umlichkeiten des Vereins, zu seinen Leistungen kann man sich sicher unserem Mitglied Alois Sommer anschlie\u00dfen: \u201eDa wird man als Schleidener neidisch\u201c. ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Von der Stadt beeindruckt, vom Empfang \u00fcberw\u00e4ltigt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[86],"tags":[],"class_list":["post-7982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-exkursionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7982"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7982\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7993,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7982\/revisions\/7993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gf-sle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}