Ausstellung vom 1. Sept. – 16. Okt. 2015: Kommen. Gehen. Bleiben.

Zur Geschichte der Migration im Kreis Euskirchen Kreishaus, Jülicher Ring 32; Mo – Do 8.30 – 15.30 Uhr und Fr 8.30 – 12.30 Uhr. Siehe auch KStA v. 04.09.15.

Deutschland ist ein Zuwanderungsland. Auch der Kreis Euskirchen entwickelt sich zu einer Region der Zuwanderung, in dem aktuell Menschen aus fast 150 verschiedenen Herkunftsländern leben. Die öffentliche Diskussion um Zuwanderungsfragen hat in ihrer politischen Bedeutung seit Jahrzehnten nicht an Aktualität verloren. KommenGehenBleibenDoch nur selten reicht dabei die Erinnerung über die letzten Jahrzehnte hinaus zurück. Dagegen spannen die Ausstellung und der begleitende Katalog „Kommen. Gehen. Bleiben.“ einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen dabei die politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, religiösen und kulturellen Zusammenhänge von Zu- und Abwanderung mit Blick auf den Kreis Euskirchen heraus. Wanderhandel und temporäre Arbeitsmigration werden ebenso thematisiert wie dauerhafte Ein- oder Auswanderung sowie Flucht und Vertreibung aus religiösen oder politischen Motiven.
Die Menschen und ihre Schicksale stehen dabei im Zentrum. Dabei reicht es oft bereits, seine eigene Familie nur drei oder vier Generationen zurückzuverfolgen: Schon vor 150 Jahren wohnte nur etwa die Hälfte der Menschen an dem Ort, an dem sie geboren worden
waren.
Diese thematische Öffnung will nicht die grundlegenden Unterschiede zwischen den Formen der Migration verwischen, sondern den Blick für eine differenzierte Wahrnehmung schärfen. „Jeder Mensch ist Ausländer – fast überall.“

Quelle: Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V. (www.geschichtsverein-euskirchen.de)
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