„eifeltypisch – typisch Eifel“

Das Geschichtsforum Schleiden besuchte das Eifelmuseum in Blankenheim. Typisches Eifeler Herbstwetter draußen – eindrucksvolle Atmosphäre drinnen. Am Samstag, dem 6.11. war das Geschichtsforum  Schleiden zu Gast im Eifelmuseum in Blankenheim. 20 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, die Ausstellung „eifeltypisch – typisch Eifel“ kennenzulernen.

Frau Dr. Ruth Britz-Kirstgens führte durch die Ausstellung.

Die Vorsitzende des Fördervereins des Museums, Frau Dr. Ruth Britz-Kirstgens, übernahm selbst die Führung. „Ja, was ist typisch Eifel?“ So begann sie den Rundgang durch die Ausstellung: Nicht das Plakative und Schrille, sondern das Subtile und Stille. Dafür standen auch die Bilder im ersten Stock des Museums. Gemälde von Fritz von Wille, Wilhelm Degode, Ernst Inden oder Paul Pützhofen-Hambüchen – um nur einige der bekannten Maler zu nennen – warteten dort auf uns.

Klaus-Ranglack (links) überreicht Frau Dr-Ruth-Britz-Kirstgens das-Gastgeschenk (5-Bücher-SommerKunst).

Gruppiert nach Pflanzenarten waren die Bilder, die unter anderem aus der Sammlung von Alois Sommer und der Axe-Stiftung in Kronenburg stammten: Ebereschen, Beinwell, der an den Bachufern wachsende Pestwurz, Weiß- und Schwarzdorn, Weideröschen und natürlich der Preußenbaum Fichte sowie der charakteristische Ginster. Die drei Mispelblüten des Arenberger Wappens passten genau dazu. Und dann konnte Frau Britz-Kirstgens noch mit berechtigtem Stolz die Leihgabe von Haus Beda in Bitburg vorstellen: Fritz von Willes Bild der Blauen Blume, das Kaiser Wilhelm II. so beeindruckte, dass er es unbedingt besitzen wollte – für den Maler ein kaum zu übertreffendes Renommee. Mit langanhaltendem Beifall dankten die Zuhörer der Referentin.
Dann ging es noch ins Gildehaus, wo neben der Vorsitzenden auch Wolfgang Doppelfeld – ebenfalls im Vorstand des Fördervereins – die Führung übernahm. Wieder waren es die zahlreichen Bilder eines Fritz von Wille, u.a. das eines Höhendorfes bei Schleiden im Spätwinter, das die Besucher interessierte. Im zweiten Stockwerk stand die 900jährige Geschichte des Burgortes an der Ahrquelle im Mittelpunkt.

Präsentation des Gastgeschenks; vr: Dr. Norbert-Toporowsky,-Dr. Ruth-Britz-Kirstgens, Wolfgang-Doppelfeld, Bernd-Kehren und Siegfried-Scholzen

Die restaurierten Gemälde des Grafen Johann Arnold und seiner Ehefrau Antonia Elisabeth aus dem 17. Jahrhundert, der Gräfin Juliane von Hanau-Münzenberg, Taken, Möbel, Karten, Münzen aus der Zeit der Manderscheider Grafen – die Vielzahl der Objekte ließ uns Besucher voller Staunen und Anerkennung zurück. Dass auch noch das bekannte Bild der Burg Schleiden von 1620 dort zu sehen war, konnten wir als Beweis der gemeinsamen Geschichte Schleidens und Blankenheims über viele Jahrhunderte hinweg erkennen. 
Ein hochinteressanter, im wahrsten Wortsinn eindrucksvoller Nachmittag ging zu Ende. 

 

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