12.02.2019; Vortrag: Kirchenglocken in Schleiden und Umgebung

Miro Honhoff hat recherchiert, interviewt, fotografiert und die Ergebnisse in einem interessanten und spannenden Vortrag zusammengestellt.

Dienstag, 12.02.2019, 19:00 bis 20:30
Ev. Gemeindezentrum Am Wehr
Dreiborner Str. 10-12, 53937 Schleiden-Gemünd

Über die ganze Welt verteilt, in allen Kulturen werden Glocken geläutet. In Nordwesteuropa, und damit auch in Schleiden und Umgebung, gehört das Lied der Glocken zu unserer abendländisch-christlichen Kultur. Als sie noch mit der Hand gebeiert wurden, prägten sie den Tagesrhythmus. So hörte jeder, wenn Mittag oder Abend eingeläutet wurde. Mönche in ihren Klöstern beteten, wenn die Glocke dazu aufrief. Bei Gefahr, wie Gewitter oder Kriegsdrohungen wurde die Bevölkerung gewarnt. Die ältesten Glocken in unserer Gegend stammen aus dem 14. und dem 15. Jahrhundert.

Glocken im Kirchturm der Schlosskirche
Schleiden. Foto: Miro Honhoff

Um manch eine Glocke ranken sich Sagen und Anekdoten. Sie hängen fürs Auge unsichtbar in Kirchtürmen. Ihr Klang jedoch reicht weit übers Land. Oft hängen mehrere Glocken in einem Turm. Um harmonisch zu klingen, sind sie aufeinander abgestimmt: eine Meisterleistung der Glockengießer.

Weshalb und wie die Glocken im Gebiet der Stadt Schleiden angeschafft wurden, ist immer wieder spannend zu hören. Im Laufe der Geschichte wurden sie in Kriegszeiten beschlagnahmt, um sie einzuschmelzen; in Friedenszeiten wieder neu gegossen, geweiht und angebracht. Natürlich mit Inschriften und Abbildungen, denn sie wurden gestiftet und Heiligen gewidmet.

Miro Honhoff ist in die meisten Kirchtürme geklettert, um die Glocken mit ihren Verzierungen zu fotografieren. Auch die Kirchtürme können Geschichten erzählen, denn das große Gewicht der schwingenden Glocken belastet das Gemäuer. Manch eine Glocke ist schon runtergefallen. Und manch ein Kirchturm wurde zur Sicherheit umgebaut.

Wussten Sie,

  • dass Beiern Schwerstarbeit ist?
  • dass in Dreiborn Eisengussglocken hängen?
  • dass in Olef „Wassergang“, „Klockenklang“ und „Chorgesank“ ein Recht waren?
  • dass über dem Chor in Gemünd et Hermännche tönt?
  • dass in Schleiden eine Glocke ein Geschenk aus Straßburg ist?
  • dass in Harperscheid die Glocken im Turmhelm angebracht sind?
  • dass die evangelischen und katholischen Kirchen sich um Harmonie beim Glockenläuten bemühten?

Die Geschichte und Geschichten der Glocken einiger Kirchen und Kapellen im Raum Schleiden möchte die Referentin in ihrem Vortrag erzählen.

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