Das Geschichtsforum Schleiden trauert um Dirk Küsters
Mit großer Trauer und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Dirk Küsters, unserem Gründungsmitglied, langjährigen Weggefährten und Freund.
Dirk war ein Mensch, der Geschichte nicht einfach erzählen, sondern verstehen und begreifbar machen wollte. Mit großer Neugier, Akribie und Leidenschaft widmete er sich der Geschichte unserer Heimat.
Viele von uns werden sich an seine Vorträge erinnern: an seine Ausführungen zur Ausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ und damit zur Geschichte der nationalsozialistischen Ordensburgen in Vogelsang, an den spannenden Einblick in das Jugendstil-Kraftwerk Heimbach, an seinen Vortrag über die Geschichte der Wallfahrt nach Heimbach oder an seine intensive Beschäftigung mit dem Kampf um die Eifeltalsperren 1944/45.
Dabei war es seine besondere Art, historische Zusammenhänge lebendig werden zu lassen. Er vermittelte nicht nur Wissen – er nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Bei einer Führung durch die Mariawalder Kreuzgangfenster zeigte sich dies noch einmal eindrucksvoll: Dirk entdeckte in den Darstellungen sogar Bezüge zu Burgen und Menschen unserer unmittelbaren Eifel.
Sein Wissen und seine Hartnäckigkeit spiegeln sich auch in seinen beiden Broschüren wider. In „Das Kreuz von Wolfgarten“ widmete er sich der Geschichte seines Heimatortes und des Kreuzes – von der Geschichte des Dorfes über den Brand und die Toten bis hin zu den Ursprüngen des Kreuzes.
Besonders intensiv beschäftigte er sich mit der „Militärischen Bedeutung der Rur und der Talsperren der Nordeifel 1944/1945“. Dafür wertete er zahlreiche Quellen, Zeitzeugenaussagen, Fotos und Karten aus, um die Ereignisse rund um Rur- und Urfttalsperre möglichst genau zu rekonstruieren.
Dirk hat damit bleibende Spuren hinterlassen. Danke für alles, was Du dem Geschichtsforum gegeben hast. Wir vermissen Dich.