Neu: Jahresheft 2019

Druckfrisch: Unser viertes Jahresheft!

Das Geschichtsforum Schleiden e.V. hat nunmehr sein viertes Jahresheft herausgegeben.  Die Ausgabe des beliebten Jahresheftes beinhaltet wieder vielseitige, interessante und unterhaltsame Beiträge, Bilder und Informationen zu unserer regionalen Geschichte.

Wie schon Goethe im „Faust“ schreibt: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“. In diesem Sinne wurden unterschiedlichste Beiträge zusammengestellt: zeitgenössische Dokumente, Geschichten, Berichte und Erzählungen von Zeitzeugen sowie wissenschaftliche Aufsätze. U.a. über Antoine, Louis und Joseph Begasse, die über drei Generationen das Leben in Schleiden prägten, sowie die Geschichte der alten Pfarrgemeinde Olef. Es geht um die Versteigerung von Kirmesmädchen, Geschichten aus Ettelscheid, um „stinkende Bierleitungen“, „magische Zahlen“, um Spatzen, um die Geschichte des Schleidener Schwimmbads sowie eine alte Gaststätte in Mauel. Ein Schüler schreibt über die jüdischen Friedhöfe im Stadtgebiet Schleiden und Norbert Stoffers setzt den Beitrag aus dem Heft 2018 zum Schicksal jüdischer Mitbürger fort. Hier ein Auszug als PDF: GFS-Jahresheft 2019 (Auszug)

Eine lesenswerte und kurzweilige Lektüre, nicht nur für Leser aus dem Schleidener Stadtgebiet. Das Heft hat 190 Seiten, über 70 Abbildungen (s/w) und kostet 4,80 €. Es kann in den Buchhandlungen Rees (Schleiden) und Wachtel (Gemünd) gekauft oder hier bestellt werden: Zum Bestellformular

GESCHENKTIPP:

Die Jahreshefte 2016, 2017 und 2018, wie auch die als Weihnachtsgeschenk hervorragend geeigneten bisher erschienen Bücher sind noch erhältlich:

Franz Albert Heinen | Abgang durch Tod, Der Journalist Franz Albert Heinen dokumentiert in der neuesten Veröffentlichung des Geschichtsforums Schleiden eine verstörende Facette der Geschichte des heutigen Südkreises Euskirchen zwischen Heimbach und Ahrhütte. Die Darstellung stützt sich auf jahrelange intensive Archivrecherchen, Fachliteratur und Zeitzeugen. Die Arbeit geht von der regional bisher überwiegenden Darstellung aus, die im Kern sinngemäß lautete: „Unser Pole hatte es gut“. Das bestätigte sich für die überwiegende Mehrheit der Zwangsarbeiter. Der Autor fokussierte die Betrachtung daher auf die Schicksale der Zwangsarbeiter, die den Einsatz nicht überlebten. Im Ergebnis bilanziert Heinen die erstaunlich hohe Zahl von weit über 300 Todesopfern unter den vermutlich mehr als 5.000 ausländischen Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen in den Arbeitskommandos im Kreisgebiet.

Lokale Schlaglichter des Großen Krieges, in dem Buch beleuchtet das Geschichtsforum umfassend die regionalhistorischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs. Wie wurden die Jugend und die übrige Bevölkerung für den Krieg mobilisiert? Was haben die Schleidener Bevölkerung und Soldaten im Krieg erlebt? Auf welche Weise wurden der Ereignisse im Nachhinein aufgearbeitet?
Interessante Fachbeiträge zu diesen und anderen Fragen werden ergänzt durch eine große Zahl an Abbildungen insbesondere zur Kriegspropaganda. Der umfangreiche Anhang enthält erstmals eine vollständige Liste der Gefallenen der Ortschaften im Gebiet der heutigen Stadt Schleiden sowie eine Chronik der Ereignisse an Ost-, West- und Heimatfront während der Kriegsjahre.

Die  Historische Sammlung von Alfred Wolter, in der der mit dem Bundesverdienskreuz ausgezeichnete Dreiborner neben Gedichten, Erzählungen, Zeitungsausschnitten, Briefen auch viele über Jahrhunderte im Kirchenarchiv Dreiborn gesammelte Daten zusammengestellt hat. Man findet Beiträge über den Brückenort Gemünd von 1848-1948, die Dreiborner Schützenbruderschaft von 1669, die Herrlichkeit Dreiborn und die Christianität Olef (1461-1804), die Berescheider Mühle 1660-1938, den alten Götterglauben auf der Dreiborner Hochfläche, über Vinett, die Herhahner Kuh, den Nationalsozialismus in Dreiborn, Burgherren und ihre Untertanen oder Gedichte über die gute alte Zeit, den Wassergeist und die „Hirschkickbud“.
Mitunter kurios erscheinen dem heutigen Leser manche Einträge aus den Kirchenbüchern, die Wolter behutsam der heutigen Sprache angepasst hat.
So ist unter der Überschrift „Schöffenweistum 1419 und Sendweistum von Olef 1546“ nachzulesen:
Wer den heiligen Ehestand ergreift, soll dem Pastor zwei Schoppen Wein, einen Braten und einen weißen Fladen geben.
Will sich jemand nicht der Gewalt des Herrn von Dreiborn und den Anweisungen des Pfarrers von Olef beugen, dann soll er mit der Rute gezüchtigt und ermahnt werden.
Der Seelsorger in Dreiborn Johann Isaac Thyssen, Pfarrer und Dechant 1830 bis 1855 schreibt im Kirchenbuch von 1852:
Selbstmördern darf die Beerdigung auf dem Kirchhof nicht mehr verweigert werden. Die Beerdigung erfolgt jedoch in dem nicht geweihten Teil des Kirchhofs, wo auch die ungetauften Kinder beerdigt werden. Der Seelsorger darf weder dabei sein, noch das Leuten erlauben noch irgendwelche anderen Dienste übernehmen.
Durch die Zusammenstellung unterschiedlichster Textarten und zahlreicher Illustrationen eignet sich die „Historische Sammlung“ wunderbar zum ziellosen Stöbern und als unterhaltsame Lektüre.

ImDer Kampf mit dem Roten Hahn beschreibt der Autor Franz Albert Heinen spannend die Entwicklung der freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Schleiden. Er geht auf die einzelnen Ortsfeuerwehren ein, schildert deren Einsätze, Ehrungen und Probleme. In einem eigenen Abschnitt werden Feuerwehreinsätze bei Großbränden und Katastrophen beschrieben. Tabellen liefern einen transparenten Überblick und viele Bilder untermalen die Ereignisse. Ein Werk, das mit viel Mühe und Liebe recherchiert und erstellt wurde.

Vom ersten, 2014 erschienenen Buch Sibirische Odyssee, in dem die Erinnerungen des Schleideners Paul Fesenmeyer an seine Kriegsgefangenschaft von 1915-1920 in verschiedenen Lagern in Sibirien mit einer umfangreichen Einführung von F.A. Heinen veröffentlicht wurden sind noch Restbestände preisreduziert erhältlich.

Bestellt werden können die Werke mit dem Bestellformular auf der Internetseite.

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