Druckfrisch: Jahresheft 2021

Vielfältig in thematischer Hinsicht – quer durch viele Jahrhunderte der Nordeifeler Geschichte –, vielfältig in räumlicher Hinsicht – Höhenorte und Tallagen – , vielfältig im Umfang der Artikel, vielfältig auch im Anspruch an den Leser. Persönliche Erinnerungen und Anekdoten stehen wie jedes Jahr neben Beiträgen mit wissenschaftlichem Anspruch.

Es geht um Johann von Drimborn und das Weistum der Herrlichkeit Drimborn, um Fischereistreitigkeiten an Urft und Olef in vergangenen Jahrhunderten, den heiligen Nepomuk als Wahrzeichen von Gemünd und um den Berufsweg des in Vogelsang „geschulten“ NS-Stammführers Neugebauer.
Auch Wissenswertes über Takenplatten der Herrschaft Manderscheid, über hiesige Wege- und Fußfallkreuze, den Orgelbau in unserer Region, über die Schicksalsjahre Gemünds anno 1851-1861 und die Geschichte Olefs gibt es zum Nachlesen.
Weiterhin sind das kuriose Kriegserlebnis eines amerikanischen Piloten im Jahre 1944 und der Schülerwettbewerb 2020 mit Beiträgen von Schülerinnen und Schülern zum Thema „Leben und Alltag in den Nachkriegsjahren im Stadtgebiet Schleiden und der nahen Heimat“ Teil des vielfältigen Heftinhalts (Hier ein Auszug als PDF: Jahresheft 2021) .Eine lesenswerte Lektüre, nicht nur für Leser aus dem Schleidener Stadtgebiet. Das Heft hat 352 Seiten, über 120 Abbildungen (s/w) und kostet 6,00*. Es kann gekauft werden in der  Stadtbibliothek Schleiden, in den Buchhandlungen Wachtel in Gemünd, Pavlik in Kall und Schreibwaren Hanf in Hellenthal. Bestellt werden kann das Heft auch online:  Zum Bestellformular

HIER NOCH EINIGE GESCHENKTIPPS:

Die Jahreshefte 2016, 2017 2018,  2019 und 2020 sowie alle bisher erschienenen Bücher sind noch erhältlich:

Norbert Toporowsky | Von Pimocken und Rucksackdeutschen“, Flucht und Vertreibung – heute wie damals ein aktuelles und brisantes Thema. In der Veröffentlichung des Geschichtsforums Schleiden beschreibt Norbert Toporowsky die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg in unserer Heimat. Wie viele davon kamen in die Nordeifel? Auf welchen Wegen fanden sie hierhin? Was haben sie auf dem Weg hierhin erlebt, erleben müssen? Wie hat die einheimische Bevölkerung, die selbst vor allem unter Wohnungsnot und Hunger litt, auf die Ankunft der Vertriebenen reagiert?

Franz Albert Heinen | Abgang durch Tod, Der Journalist Franz Albert Heinen dokumentiert in der neuesten Veröffentlichung des Geschichtsforums Schleiden eine verstörende Facette der Geschichte des heutigen Südkreises Euskirchen zwischen Heimbach und Ahrhütte. Die Darstellung stützt sich auf jahrelange intensive Archivrecherchen, Fachliteratur und Zeitzeugen. Die Arbeit geht von der regional bisher überwiegenden Darstellung aus, die im Kern sinngemäß lautete: „Unser Pole hatte es gut“. Das bestätigte sich für die überwiegende Mehrheit der Zwangsarbeiter. Der Autor fokussierte die Betrachtung daher auf die Schicksale der Zwangsarbeiter, die den Einsatz nicht überlebten. Im Ergebnis bilanziert Heinen die erstaunlich hohe Zahl von weit über 300 Todesopfern unter den vermutlich mehr als 5.000 ausländischen Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen in den Arbeitskommandos im Kreisgebiet.

Lokale Schlaglichter des Großen Krieges, in dem Buch beleuchtet das Geschichtsforum umfassend die regionalhistorischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs. Wie wurden die Jugend und die übrige Bevölkerung für den Krieg mobilisiert? Was haben die Schleidener Bevölkerung und Soldaten im Krieg erlebt? Auf welche Weise wurden der Ereignisse im Nachhinein aufgearbeitet?
Interessante Fachbeiträge zu diesen und anderen Fragen werden ergänzt durch eine große Zahl an Abbildungen insbesondere zur Kriegspropaganda. Der umfangreiche Anhang enthält erstmals eine vollständige Liste der Gefallenen der Ortschaften im Gebiet der heutigen Stadt Schleiden sowie eine Chronik der Ereignisse an Ost-, West- und Heimatfront während der Kriegsjahre.

Die  Historische Sammlung von Alfred Wolter, in der der mit dem Bundesverdienskreuz ausgezeichnete Dreiborner neben Gedichten, Erzählungen, Zeitungsausschnitten, Briefen auch viele über Jahrhunderte im Kirchenarchiv Dreiborn gesammelte Daten zusammengestellt hat. Man findet Beiträge über den Brückenort Gemünd von 1848-1948, die Dreiborner Schützenbruderschaft von 1669, die Herrlichkeit Dreiborn und die Christianität Olef (1461-1804), die Berescheider Mühle 1660-1938, den alten Götterglauben auf der Dreiborner Hochfläche, über Vinett, die Herhahner Kuh, den Nationalsozialismus in Dreiborn, Burgherren und ihre Untertanen oder Gedichte über die gute alte Zeit, den Wassergeist und die „Hirschkickbud“.
Mitunter kurios erscheinen dem heutigen Leser manche Einträge aus den Kirchenbüchern, die Wolter behutsam der heutigen Sprache angepasst hat.
So ist unter der Überschrift „Schöffenweistum 1419 und Sendweistum von Olef 1546“ nachzulesen:
Wer den heiligen Ehestand ergreift, soll dem Pastor zwei Schoppen Wein, einen Braten und einen weißen Fladen geben.
Will sich jemand nicht der Gewalt des Herrn von Dreiborn und den Anweisungen des Pfarrers von Olef beugen, dann soll er mit der Rute gezüchtigt und ermahnt werden.
Der Seelsorger in Dreiborn Johann Isaac Thyssen, Pfarrer und Dechant 1830 bis 1855 schreibt im Kirchenbuch von 1852:
Selbstmördern darf die Beerdigung auf dem Kirchhof nicht mehr verweigert werden. Die Beerdigung erfolgt jedoch in dem nicht geweihten Teil des Kirchhofs, wo auch die ungetauften Kinder beerdigt werden. Der Seelsorger darf weder dabei sein, noch das Leuten erlauben noch irgendwelche anderen Dienste übernehmen.
Durch die Zusammenstellung unterschiedlichster Textarten und zahlreicher Illustrationen eignet sich die „Historische Sammlung“ wunderbar zum ziellosen Stöbern und als unterhaltsame Lektüre.

ImDer Kampf mit dem Roten Hahn beschreibt der Autor Franz Albert Heinen spannend die Entwicklung der freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Schleiden. Er geht auf die einzelnen Ortsfeuerwehren ein, schildert deren Einsätze, Ehrungen und Probleme. In einem eigenen Abschnitt werden Feuerwehreinsätze bei Großbränden und Katastrophen beschrieben. Tabellen liefern einen transparenten Überblick und viele Bilder untermalen die Ereignisse. Ein Werk, das mit viel Mühe und Liebe recherchiert und erstellt wurde.

Vom ersten, 2014 erschienenen Buch Sibirische Odyssee, in dem die Erinnerungen des Schleideners Paul Fesenmeyer an seine Kriegsgefangenschaft von 1915-1920 in verschiedenen Lagern in Sibirien mit einer umfangreichen Einführung von F.A. Heinen veröffentlicht wurden sind noch Restbestände preisreduziert erhältlich.

Bestellt werden können die Werke mit dem Bestellformular auf der Internetseite.

nternetseite.

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